Alle Artikel von ‘Oktober 2005’

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Zukunftsideen

Das Ergebnis:


You Should Get a PhD in Liberal Arts (like political science, literature, or philosophy)


You’re a great thinker and a true philosopher.
You’d make a talented professor or writer.

What Advanced Degree Should You Get?

Ich entdecke gewisse Ähnlichkeiten, denn die oberlehrerhafte, ewig verbessernde Haltung wird mir von vielen nachgesagt. Aber wie schon an anderer Stelle erwähnt, wäre eine wissenschaftliche Karriere nicht wirklich etwa für mich, momentan entwickle ich sogar eine gewisse Abneigung gegen Studenten. Warum kann oder möchte ich nicht sagen.

Bleibt also nur noch zu hoffen, dass das mit der Schreiberei klappt. Obwohl mich dieses Orakel an ein Horoskop erinnert, was man mit einem solchen macht, ist sicherlich jedem bekannt: Interpretieren bis es passt.

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20Q.com

Beim ersten Versuch wurde ich prompt ertappt, ich hatte an etwas profanes wie einen Locher (neben meiner Tastatur steht zufällig einer) gedacht und war nach der 17. Frage bereits ein offenes Buch. Bei meinem zweiten versuch stellte ich mich etwas cleverer an und dachte an einen Gegenstand aus meinem Haushalt, den aber nicht jeder hat. Außerdem wurden andere Fragen gestellt als beim ersten Durchgang. Zum Nachvollziehen, seht ihr unten die Fragen mit meinen Antworten:

„1. Es wird als etwas Anderes eingestuft. “
„2. Ist es klein? Nein.“
„3. Ist es brennbar? Vielleicht.“
„4. Lieben Sie es? Irrelevant.“
„5. Kann man es öffnen? Ja.“
„6. Verwendet man es während der Arbeit? Nein.“
„7. Ist es haushaltsüblich? Ja.“
„8. Würde man es verschenken? Vielleicht.“
„9. Ist es weich? Nein.“
„10. Würde man es in einem Büro finden? Nein.“
„11. Hat es einen Griff? Nein.“
„12. Ist es etwas, das man mitbringt? Nein.“
„13. Bringt es Menschen Freude? Irrelevant.“
„14. Ist es größer als ein Mikrowellenherd (oder Brotkasten)? Nein.“
„15. Ist es gerade? Ja.“
„16. Hält man es, wenn man es verwendet? Nein.“
„17. Hat es eine Wirkung auf Sie? Ja.“
„18. Würde man es im Dunkeln verwenden? Irrelevant.“
„19. Hat es etwas mit Filmen zu tun? Nein.“
„20. Ich schätze, daß es ein Plattenspieler ist? Nein.“
„21. Hat es Knöpfe? Nein.“
„22. Besteht es aus Holz? Nein.“
„23. Bekommt man es in einer Packung? Nein.“
„24. Kann man es halten? Ja.“
„25. Kann man es lesen? Nein.“
„26. Hat es ein Loch? Ja.“
„27. Kann es gebogen werden, ohne zu zerbrechen? Nein.“
„28. Ist es mehrfarbig? Irrelevant.“
„29. Ich schätze, daß es ein Briefkasten ist? Nein.“
„30. Ich schätze, daß es eine Kuckucksuhr ist?“

„Sie haben gewonnen“

Dann zählt es mir noch eine Reihe von Gegenständen auf (ein Kerzenhalter, Insektenspray, ein Motorradhelm, ein Toilettensitz, ein Gipsverband, ein Spraydose, ein Aquarium, eine Weinflasche, ein Sparschwein, eine Flasche Bier, eine Modellrakete, ein Brotbackautomat, eine Pressluftflasche, ein Milchkarton, eine Bierflasche, ein Topf), aber keines passt zum Bild in meinem Kopf. Triumphierend tippe ich meinen Gedanken in das kleine Textfeld und lasse mich auch von der Auswertung nicht stören, die kleine Widersprüche zwischen meinen Antworten und seinen bisher gelernten Antworten aufzeigt.

Fazit: Eine kleine nette Idee, die man mit seinen Antworten (man muss nur oft genug spielen) beeinflussen kann, denn die „Maschine“ lernt und ist am Ende sogar witzig, als sie seltenes Wissen über meinen Gegenstand auspackt. „Würden Sie es nur mit einer 3m langen Stange berühren? Ich sage Vermutlich.“ Oh, nein, Kollege, so bekommt man ein Katzenklo sicher nicht sauber und schon gar nicht in unserem kleinen Bad!

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Stilles Rauschen

Wir haben frei, kindfrei, um genau zu sein. Der Teppichrutscher ist bei den Großeltern und endlich kann ich meine Bücher, Kopien, Arbeitsblätter offen herumliegen lassen und muss nicht ständig auf die Uhr schauen. Seltsam ist es allerdings schon etwas, denn hat man seine Arbeit geschafft, weiß man mit der neu gewonnenen Freiheit nichts anzufangen. Und es fehlt ein wenig der „Lärm“, das Geruckel und Gezerre am Arm und die ständigen Fragen, die auch sonst eigentlich nicht belastend sind. Selbst der Stubentiger hat sich zurückgezogen und die Stellung im Kinderzimmer übernommen. Komisch. Ein paar Stunden Ruhe und schon befällt mich die Einsamkeit, so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Aber ich merke, dass an der Aussage „Kinder bringen Leben ins Haus“ doch auch was Positives ist. Welche Stellung die Großeltern zu diesem Punkt am Ende der Woche beziehen, bleibt abzuwarten.
Die letzte Frage, die sich mir stellt, ist: „Was esse ich nachher?“ Zum Kochen bin ich zu faul, außerdem eine Portion? Der Kühlschrank ist leer wie der Rest der Wohnung. Und Essen ins Haus wäre unökonomisch. Also warte ich auf toocan, dem ich dann wenigstens eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen kann.

Huch, da maunzt doch jemand. Endlich habe ich wieder eine Aufgabe und wenn es nur die des Dosenöffners ist.

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Offline

Nun ja, da dachten wir unser Abwenden vom rosa Monopolisten war eine zukunftssichere Investition, eine Investion in ewige Verbundenheit mit dem Netz aller Netze, ohne eine Sekunde von einander getrennt zu sein, eine Kapitalanlage, die sich auch durch günstige Minutenpreise, geringe Monatsgebühr und zwei Leitungen bezahlt machen würde. Aber ein Kabel wäre kein Kabel, wenn es nicht auch irgendwann von gemeinen Baggerzähnen zernagt werden oder das Ende des Kabels unter zu hoher Last zusammen brechen würde. So ist es geschehen, ein Horrorszenario, vor allem wenn man gerade wirklich wichtige Dinge tut, wir Homebanking oder Bootsektor lesen.

Beinahe 4 Stunden, lag ich auf meiner Tastatur, den Blick nicht vom Modem abwendend, blinkende Lämpchen erwartend. Natürlich hab ich die Zeit sinnvoll verbracht, mit Haushaltsdingen und damit, den Service anzurufen. Der aufmerksame Leser hat sicher bemerkt, dass ich von Internet und Telefon sprach. Das ist gerade das Dumme an der Geschichte, ich musste also wohl oder übel mit meinem Handy die aus dem Festnetz kostengünstige 01805er-Nummer anrufen, wo entweder mein Handy oder die Bandansage eine kleine Macke hatte: Ich hörte nach 2 Minuten dummer Fragen und „Drücken Sie bitte die 1“-Anweisungen nur noch Rauschen. Jedoch hat es dann irgendwie geklappt, die Mitarbeiterin meinte „Oh, ja, da gibt es ein großes Problem. Wir rufen Sie zurück, wenn es behoben ist.“ „Auf mein Handy, bitte“, rief ich hinterher und gebracht hats trotzdem nichts; kein Anruf.

Nach dem Geschirr abwaschen, blinkten wieder alle Lichter und ich konnte mich gemütlich mit Netzzeitung und Kaffee zurücklehnen. Die LEDs behielt ich sicherheitshalber im Auge und auch das Telefon kontrollierte ich immer wieder auf ein Lebens-Freizeichen.