An die Front, Männer!

Oder auch Frauen, neue Krieger braucht das Land.

Denn wie schon Jeena Paradies zur aktuellen Serie „Failed Redesigns in Germany“ bemerkte, müssen den vielen Worten Taten folgen, sonst werden Webstandards weiterhin nur von einer kleinen Gruppe gebraucht, nicht aber von großen Firmen und Meinungsmachern wie FOCUS Online, deren Website in der Episode 1 der Failed Redesigns heftigst bemängelt wurde.

Schön, wenn sich also jemand die Arbeit macht und mehrere Hundert Fehler/Warnungen der FOCUS-Website wegradiert, CSS beispielhaft umsetzt, auf Webstandards achtet: Eric Eggert richtete seinen Fokus auf den FOCUS und hüllte die Vorlage in Standards. Mehr über die Hintergründe zu dieser Aktion gibt es auf Erics Blog.

Auch wenn die Umsetzung hier und da kleinere Probleme aufzeigt (wer sagt eigentlich, dass man in wenigen Stunden eine perfekte Arbeit abliefern muss? wahrscheinlich ist das das Problem der Betreuer der FOCUS-Seite, doch time is money), ist sie doch ein Beispiel in die richtige Richtung, das „Problem an der Wurzel zu packen“ und denen da oben zu zeigen, wie alle in den Genuss des Lesens kommen.

(2) Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Agentur-Dissing in der Öffentlichkeit finde ich nur peinlich. Wenn Opel schlechte Autos baut, dann kann ich mir immernoch nen VW kaufen. Die Entscheidung liegt beim Käufer nicht beim Kundenberater. Und ehrlichmal, würde VW Opel öffentlich anprangern? Nein, weil das schlechtes Geschäftsgebaren ist.

  2. Nur war das hier keine Agentur! Die Webstandardsszene besteht größtenteils aus Freelancern und Freizeitentwicklern. Und wenn wir hier schon beim Autovergleich bleiben: Hans Wurst kann die Funkfernbedienung seines Opels/VWs nicht benutzen, weil er zu große oder gar keine Finger hat, und baut sich kurzerhand eine eigene, die eben barrierefrei ist.

    In wieweit das Anprangern von Fehlern, die dem Großteil der Nutzer eh verborgen bleit und auch den Umsatz der Seite für den Betreiber nicht schmälert, den gewünschten Erfolg bringt, ist fragwürdig. Die Entscheider und die breite Öffentlichkeit bekommen von dem ganzen Rummel nichts mit, obwohl die BITV (hier zu finden) ein Fortschritt ist.

    Dieses Umdenken muss erst einmal bei allen stattfinden.

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