Schön, wenn mein Kind sich blöd anstellt

12. Oktober 2006 um 20:38 kruxi

Glücklicherweise betrifft uns diese Situation nicht. Aber wenn Eltern sagen, sie freuen sich, wenn ihr Kind in der Entwicklungsbewertung der Erzieherin ein bisschen schlecht abschneidet, schaut man verdutzt. Ich rede aber von den Kindern, die im nächsten Jahr in die Schule müssen.
Gern würde einige der Eltern ihre Sprösslinge noch ein Jahr länger im behütenden, ruhigen Kindergarten lassen, aber sie dürfen nicht bzw. lassen sich auf den Kampf David gegen Goliath ein. Wie schwer dieser Kampf zu kämpfen und erst recht zu gewinnen ist, weiß eine Bekannte meiner Mutter, selbst Lehrerin, zu erzählen.

Zur Erinnerung: Schulpflichtig sind alle Kinder, die bis zum 30. Juni des Einschulungsjahres sechs Jahre alt geworden sind. Wer bis zum 31. Dezember des Jahres das Mindestalter erreicht hat, darf ebenfalls gehen.

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4 Kommentare Selbst kommentieren

  • 1. Jana  |  13. Oktober 2006 um 10:51

    Meine beiden sind ja Zwillinge und gelten als Frühchen, dazu ist bei einem der Verdacht auf ADHS. Ich hätte also gute Chancen die beiden zurückstufen zu lassen. Will ich aber nicht! Denn ich denke das die beiden sich, wenn sie noch ein Jahr länger in die Kita gehen würden, langweilen würden. Die beiden freuen sich wie verrückt auf die Schule, seit dem sie am Dienstag das erste Mal in der Schule waren reden sie von nichts anderem mehr.

  • 2. kruxi  |  13. Oktober 2006 um 12:38

    Es kommt natürlich immer ganz aufs Kind an, in dem oben genannten Fall würde ich als Mutter auch leiber ein Jahr warten. Wir selbst könnten auch im nächsten Jahr beginnen, aber da sind v.a. Freundinnen, die auch noch ein Jahr länger im Kindergarten verbringen.
    Wir hatten erst gestern Abend mit der Grundschullehrerin gesprochen, die die beiden großen Gruppen im nächsten Jahr begleitet und so auf die Schule vorbereitet, auch wenn aus unserer Gruppe nur 4 davon Schulanfänger ’07 sind. Das Jahr soll auch auf die Schule vorbereiten, dabei geht es aber nicht um Lesen Lernen sondern um alltägliche Dinge, die man als ABC-Schütze können muss: sich konzentrieren, selbst die Schuhe binden, Verantwortung übernehmen und vor allem eine gewisse Sprachfähigkeit. Das verstehe ich als Vorschule. Und ich glaube nicht, dass mein Lieschen sich in den nächsten 2 jahren langweilen wird. Die Projekte im Kindergarten sind anderer Natur als in der Schule, aber trotzdem bereiten sie auf sie vor und helfen unsere Welt verstehen.

    Auch mit meiner Mutter (selbst Grundschullehrerin) habe ich dieses Gespräch schon x-mal durch. Zur Not, auch wenn das komisch klingt, kann man sich im letzten Jahr vor der Schule um die Ausbildung von Hobbies kümmern: Singen, Tanzen, Sportverein o.ä. Ich denke das ist ebenfalls eine gute Verantwortung für die großen Kleinen, die meist erst mit 5/6 selbst entscheiden können, ob sie so ein Extra-Angebot auch wollen.

    Ein bisschen viel Info auf einmal, aber wichtig ist, dass wir alle mit unseren Entscheidungen glücklich sind und sich vor allem unsere Kinder wohl fühlen. ;-)

  • 3. Jana  |  13. Oktober 2006 um 14:49

    Deinen letzten Satz kann ich nur zustimmen.

    Das mit der Vorschule läuft bei uns auch so ähnlich, bei uns gehen die einmal die Woche in die Schule und machen sowas wie Unterricht. Beim ersten Besuch diese Woche, haben sie das Schulgebäude durchlaufen von Klassenzimmern über Turnhalle und Toiletten. Die Lehrerin hat erklärt für was Tafel usw. da sind, was für Unterrichtsfächer es gibt und was genau da gelernt wird. In der Kita selber werden sie nun mehr zu Selbständigkeit erzogen, die Uhr und das Schleifen binden wird geübt. Außerdem gibt es “Unterricht” am Computer den momentan ich abhalte. Da werden Formen, Farben, genaues zuhören usw. trainiert.

  • 4. kruxi  |  13. Oktober 2006 um 22:56

    Computer-Unterricht klingt sehr interessant. Wie kommt das bei den Kindern an? Sicher zeigen sich auch in dem Alter schon “abgeklärte Zocker”. Aber man sollte alles einmal ausprobieren und natürlich die Kinder darüber aufklären.
    Wäre sicher spannend, zur Abwechslung mal eine alte Schreibmaschine zu präsentieren ;-)

    Ich kenne da nur meine Kleine, die gern am Computer spielt und mittlerweile sehr geschickt damit umgeht, auch wenn wir immer ein Auge darauf haben. Eine ihrer Freundinnen war vor kurzem gänzlich uninteressiert, aber es war niedlich der Kurzen beim Erklären zuzuhören.
    Und es ist erstaunlich, was man z.B. mit Programmen wie Word anstellen kann ;-) Bunte Buchstaben, große, kleine, verschied. Schriftarten… – auch wenn sie es nicht lesen können, stellen sie interessiert Unterschiede fest.

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