Alle Artikel von ‘November 2006’

Artikel

Hörst du, wie die Flammen flüstern

Manchmal fragt man sich, welchen Sinn es macht, Mülltonnen anzuzünden.

Zum einen kennt man die Bilder von Demonstrationen und Straßengefechten, bei denen eben auch Müllcontainer oder Autos angezündet werden. Die Gründe sind politischer Natur.

Ganz anders dagegen brennende Papiertonnen, die vorsorgliche Hausmeister am Abend vor der Müllabfuhr an die Straße gestellt haben. Die werden im Schutze der Dunkelheit angefackelt, brennen ja auch schnell und gut. Und hier lag die Motivation wohl im Alkohol begründet oder in der Verzweiflung und dem Hass gegen die Gesellschaft — oder beidem. Heute liegen also schwarzrandige Papierreste und verkohlte Plastik auf der Straße.

Aber weder an der Politik noch den Missständen in der Gesellschaft, die natürlich miteinander verknüpft sind, können ein paar brennende Mülltonnen etwas ändern.

Es ist einfach nur ärgerlich, denn ich sitze jetzt auf 2 vollen Papierkörben, die ich gewohnheitsmäßig immer erst nach der Müllabfuhr in den Container schmeiße.

kruxi
Kommentare deaktiviert für Hörst du, wie die Flammen flüstern
Artikel

Für meinen Physiklehrer

In der achten Klasse, kann auch die 7. gewesen sein, wurde ich von meinem Physiklehrer (wie hieß er gleich?) komisch angeguckt, weil ich sagte, Wasser hätte sowas wie eine Haut. Das Wort „Oberflächenspannung“ hätte sicher einiges geklärt, aber hinterher ist man immer klüger.

Das hatte ich am Abend vorher in irgendeiner wissenschaftlichen Sendung im Dritten gesehen. Und hier steht’s auch.

Artikel

Ganz für mich allein

Endlich mal was für mich tun: Bummeln, Friseur, Käffchen trinken… Typische Frauensachen eben, sowas macht auch die kruxi (ich weiß, sehr ungewöhnlich, aber egal).

Aber so hatte ich mir den „Ganz-für-mich-allein-Tag“ nicht vorgestellt. Habe zwar endlich wieder etwas Form im Haar, nun aber weniger Geld in der Tasche als vorher, platte Füße und zusätzlich die Erkenntnis gewonnen, dass Geschäfte und Baustellen gleichermaßen ihren Reiz nach dem zweiten – spätestens dem dritten – Vorbeilaufen verloren haben.

Immerhin habe ich nach Monaten mal wieder gemeinsam mit dem Liebsten zu Mittag gegessen. Lehrreich waren übrigens die Touristengruppen, die sich ausgerechnet in den schmalsten Gassen am langsamsten bewegen. Und ich konnte mich mit dem netten Frisööör über Technik unterhalten, immerhin.

Beim nächsten „Ganz-für-mich-allein-Tag“ werde ich definitv zuhause bleiben und einfach NICHTS tun.

Artikel

Schlechte Quote

Ich hole gerade ein leicht vergessenes Email-Postfach ab. 6143 neue Nachrichten. Und wenn der Thunderbird dann morgen fertig mit dem Aussortieren von Junk ist, ist sicher nur noch eine übersichtliche Anzahl an echten Nachrichten übrig.

Artikel

Schbämm

Was zeichnet eigentlich Spam aus? Welche Kriterien muss dieses gewürzte Schweinefleisch und Schinken müssen diese massenhaft versendeten, unerwünschten Nachrichten eigentlich erfüllen?

Wenn man schon Werbemüll auf Kommentarfunktionen loslässt, dann sollte man doch wenigstens auf sinnvolle und korrekte Inhalte achten. Zumindest die üblichen Verdächtigen, meist aus den US und A, tun dies – auch wenn ich hier im seltensten Falle ein englischsprachiges Publikum anspreche.
Auch eine URL auf den eigenen, ach so tollen Blog/Website/Google-Klick-Ad-Werbesau-Dingens… wäre zu erwarten.

Aber was treibt Menschen, einen sinnfreien Kommentar ohne jegliche Web- oder persönliche Spur zu hinterlassen?

Vielleicht Empörung oder Verwirrung beim Blogger – zweiteres wäre hiermit geschafft.

Artikel

Na endlich

Die Kongresswahl zeigt es: George muss sich warm anziehen und sich in Zukunft wohl nicht nur (aber vor allem) im Irak auf eine Kursänderung einlassen. Und die klare Mehrheit für die Demokraten und endlich einmal eine gute Wahlbeteiligung lassen auf ein gutes Jahr 2008 und einen anderen Fokus hoffen, auch wenn das amerikanische System merkwürdig ist.