Betreff: Den Vorschlag

25. Juni 2007 um 11:28 kruxi

Neulich in der Post:

Hallo,
Mein Name ist Alexander Rjanow.

Sehr erfreut. Mein Name ist Hase, falls nachher jemand fragt.

Ich bin Direktor der Konsultantsgesellschaft “SIDCON”,

Ah ja, Konsultant. Müsste es nicht Consultant heißen? Oder wenigstens Berater?

die auf den professionellen Beraterservice auf dem Gebiet des Business und der Leitung sich spezialisiert:

Business und Leitung? Aha, mmh, aha.

die Entwicklung des Geschaeftsplans, die Analyse von die Moeglichkeiten des Verkaufs, die Zusammenstellung des Haushalts, die gesetzmaessige Konsultation, die Personalkomplettirung und die Personaltechnologie.

Was? So viele Dinge auf einmal? Das geht doch aber wirklich nicht?

Unsere Gesellschaft befindet sich in Poland, auch haben wir Bueros in Lettland und in Ukraine.

Und jetzt hätten Sie gern eine Niederlassung in meinen verschwiegenen Kellerräumen?

Wir suchen die Vertreter in ihrer Stadt und in ihrem Land.

In meiner Stadt, da gibt es schon genug… ähm, sagen wir geschäftstüchtige Vertreter Ihres Schlages, ähem sumpfartiges Getue.

Also, wir brauchen die Hilfe der Leuten, die mit uns arbeiten koennen und Nebenverdienst ohne Vermittler bekommen werden.

Naja, wenn ich Ihnen helfen soll, dann ist Ihnen vielleicht gar nicht mehr zu helfen? Kennen Sie denn meine Fähigkeiten?

Treten Sie bitte in Verbindung mit uns per E-Mail fuer folgende Information
Geben Sie bitte ihre Personalien an:

1. Ihre Name und Vorname.
2. Ihre Staat.
3. Ihres Lebensalter.
4. Ihre Telefonummer/Handy

Also gut, per E-Mail mach ich sowas sonst nicht, man weiß ja nicht wo die eigenen Daten landen, aber weil Sie so freundlich und offen mit mir reden.

Mit besten Gruessen, Herr Alexander Rjanow.

P.S.

1. Diese Arbeit stoert nicht ihre Grundarbeit –

Grundarbeit? Sie meinen Grundrechte, oder?

2. Wenn Sie fragen “woher wissen Sie mein E-Mail?”, wir koennen antworten. Wir haben diesen Werbungsservice bezahlt, durch den dieser Brief zu vielen Leuten zugestellen ist.

In der Tat ich frage “woher wissen Sie mein E-Mail?”. Also, woher? Und vielleicht sollten Sie auch einen professionellen Übersetzenservice bezahlen, der dieser Brief in reinen Deutsch übersetzen ist.

Fazit:
Und wieder eine nervige Email, die von mir Dinge ergaunern will – persönliche Daten, meine Mitarbeit in zwielichtigen Geschäften, … Trotzdem spannend, wie man sich solch eine Kontaktaufnahme vorstellt – interessanter wäre wie viele Menschen tatsächlich darauf antworten.

Ach ja, da fällt mir die vielversprechende Verdienstmöglichkeit in Microsofts “Auftrag” ein, die heute bei mir eintrudelte (sie enthielt mehr Emailempfänger als Inhalt). Benutzt hier eigentlich jemand Hirn oder Google?

Gespeichert unter: Allgemein

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