01. August 2007 um 10:03 kruxi
Da ich die meisten Fragen und Kommentare zum Stillen bisher 1000mal und mehr gehört habe, spare ich mir weitere Erklärungen und Rechtfertigungen und verweise auf: Stillen – die häufigsten Irrtümer und noch mehr Ammenmärchen.
Und gerade ältere Verwandte sind besorgt, dass wir unseren Sohn verwöhnen, wenn wir sofort auf sein Rufen reagieren. “Schreit er auch mal?” wird da gefragt. Nein, muss er auch nicht, aber er weint. Urvertrauen nennt die Psychologie das, was in unserem Kleinen entsteht, wenn wir ihm unsere Nähe und Zuwendung schenken. Da darf er auch mal aus dem Bett geholt werden.
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1. Dö Carstenne | 03. August 2007 um 21:40
Richtig so!
, wenn man so viel Gutes tun kann.
Wenn man erstmal das Urvertrauen in die Bediensteten verloren hat, lässt sich dass so schnell nicht mehr wieder finden
Man stelle sich nur mal vor, da liegt man fein in seiner Butze, denkt über große Dinge nach und dann plötzlich hat doch tatsächlich jemand in die Windel geschissen, also dass kann ja wohl nicht wahr sein!
Wieso wird dieses unappetitliche Problem nicht einfach aus der Welt geschafft?
Und außerdem da stellt sich auch noch zusätzliches Ungemach ein.
Dieses Gefühl? dieser?? dieser Huungäääähhää, Huä Huä Huä
Wieso muss man das erleiden, wieso nur!?
Gerade war man noch eins mit dem Universum und nun stinkst aus’m Strampler. das man reihern möchte, wenn man nur könnte.
Ja wäre der Magen nicht komplett leer.
Wieso muss man eigentlich von der garstgen Realität Notiz nehmen, wo man doch mit wahrhaft großen Dingen beschäftigt war, zB am Daumen nuckeln, missmutige Blicke in die Gegend senden, unerklärliche Windelgeräusche erzeugen oder wenn man ganz schräg drauf ist die Puppen tanzen lassen!?
Wie? Na nichts einfacher als dass, wenn sich mal wieder die Bediensteten sinnvoll an Einem zu schaffen machen, zeigt man ihnen einfach die Zähne und lässt einige Quickser hören.
???
Wie welche Zähne? Ach so keine da na und, darin liegt gerade die Perfidie, dass Personal wird von dem zahnlosen Anblick total überwältigt und stürzt in einen Glückstaumel.
Dies hat dann positive Auswirkungen auf den Service. Allerdings darf man es nicht übertreiben, sonst wird man allen Arsch lang aus der Schlummerbutze gezerrt, weil die gierige Dienerschaft mehr will, ts ts ts.
Wo war ich eigentlich, immer diese gedanklichen Abschweifungen.
Ach ja das Urvertrauen, wie soll man eigentlich zu einem vollwertigen Konsumenten heranreifen, wenn man nicht der absoluten Überzeugung ist, dass man mit einigen leichten Unmutsäußerungen jeden Wunsch erfüllt bekommt.
In der garstgen Realität müssen diese zarten Hinweise auf Imperfektion natürlich mit etwas Geraschel aus Frischgeld unterstrichen werden, aber egal.
Aus solchen Emotionsruinen können ja nur knauserige Geldsparer werden die nicht konsumieren wollen, also wo bleibt denn da der Aufschwung!?
Also man hat da so als Eltern eine sehr große Verantwortung, wird aus dem Kinde ein verantwortungsvoller Konsument, ein zufriedener die Regierung-auch-weiterhin-Wähler oder irgendwas zweitklassiges, dass nach einem tieferen Sinn sucht, vielleicht sogar unsere holden Führer bei ihrem unergründlichen Tun beobachten und wie nicht anders zu erwarten, zu kritisieren?
Also immer schön das Urvertrauen bestätigen, damit alles gut wird und keine vereinsamte, von der Gesellschaft gemiedene Randexistenz die Folge ist.
Ich würde diese interessanten Gedanken ja gerne noch weiter verfolgen aber ach der Fußbus harret meiner, eigentlich hab ich schon drei davon fahren lassen.
Aber was sind schon ein paar kleine Abstriche an meinem perfekten Leben
Ich empfehle mich
(natürlich wenn’s sonst keiner tut)
Ciao
PS: ich weis natürlich um die Wichtigkeit des Themas, ich konnte aber einfach nicht widerstehen
2. kruxi | 04. August 2007 um 22:59
Wie wahr, wie wahr.
Die Verantwortung lastet schwer auf unseren Schultern. Bei der Großen haben wirs ja schon versaut, da wollten wir einen neuen Versuch starten…
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