Alle Artikel von ‘Oktober 2007’

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Sooooo groß

Gestern Overall in Größe 74 ausgepackt und festgestellt, dass zwischen unseren 67 Zentimetern und deren Größe 74 ganze 70 Millimeter liegen.

Allerdings in die falsche Richtung.

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Natürlich natürlich

Was heit hier eigentlich „natürlich“?

Die Post (bzw. DHL) ziert sich seit einiger Zeit mit dem Spruch „Wir sind ’natürlich‘ unterwegs.“ Irgendwas mit Gas steht darunter.

Ich muss an unseren Zusteller denken, wie er Zeige- und Mittelfinger beider Hände hochhält und dabei sagt „Wir sind ’natürlich‘ unterwegs.“ Nicht ehrlich.
“Also Herr Paketzusteller, wie meinen Sie das nun?“ frag ich ihn. Und er schmunzelt, so wie er das immer tut, wenn er – nach den vielen Treppen hier oben angekommen – ein Päckchen in meine übrige Hand (die andere hält den Ganzkurzen) drückt und mir einen schönen Tag wünscht.

„Umweltfreundliche Postautos“, sagt er. Schon wieder die beiden Hände dazu eben dem Gesicht.
„Na dann gehen Sie die Treppe das nächste Mal lieber langsamer hoch“ sage ich, während ich meinen neuen Doppelnamen auf ein viel zu kleines Feld kritzle.

Der Postzusteller macht kehrt.
„Sehr nachhaltig, liebe Post.“, murmel ich und schließe die Tür.

Vielleicht sollte man auch nachhaltig werben. Vielleicht…

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Innere Uhr

Kann mal jemand dem Katz sagen, dass wir jetzt Winterzeit haben und 17 Uhr noch keine Dose geöffnet wird?

Nachtrag: Dieses ganze Um-das-Bein-Getigere hat mich schwach gemacht.

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Mmmh lecker, Apfelmus

Da gerade Apfelzeit ist und wir mehr Äpfel im Haus haben als wir (resp. das Kind) essen können, musste eine Lösung her.

Apfelmus!

Dazu einfach

  • 1,5 kg Äpfel (entkernt und geschnitten; nach Wunsch auch geschält),
  • 4-5 gehäufte EL Zucker,
  • 1 EL Zitronensaft und
  • 300 ml Wasser

in einem größeren Topf zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze weich kochen. Alles mit dem Pürierstab oder der flotten Lotte pürieren. Fertig.

Wir haben unser Apfelmuss mit Vanillinzucker und 4 Birnen verfeinert. So schnell haben wir noch nie 2 Kilo Äpfel gegessen.

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Quickie: Halloweendeko

(Beinahe) Kindersichere Halloweendeko mit dem richtigen Gruselfaktor: Teelichter in Einmachgläsern. Einfach mit orangfarbenem Transparentpapier umhüllen. Mit kleinen Spinnen, Fledermäusen, Fratzen (gekauft oder aus schwarzem Karton) verzieren. Fertig.

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Mensch-Maschine

Eine interessante Umfrage, die Robert Basic da gestartet hat: the human Cyborg (Umfrage)

Umfrage
Also fragen wir doch mal. Nehmen wir an, es gäbe einen Chip, den man sich einpflanzen lassen könnte, mit dessen Hilfe man die gesamte Wikipedia in allen Sprachen per Hirnsteuerung nach Belieben abfragen könnte. Keine medizinischen Probleme. Keine Nebenwirkungen. […] Haben wollen? Einpflanzen lassen? Kostenpunkt? Sagen wir 100 Euro. Inkl. lokalen, operativen Eingriff mittels einer Sonde. Eingriff dauert 3 Minuten. Also?

Interessant und gruselig zugleich. Wer möchte sich die Arbeit nicht erleichtern? Aber wozu soviel Informationen immer griffbereit gespeichert haben? Es sind schlicht zuviele Informationen. Unnütz im täglichen Leben. Und die Gefahr der Verdummung ist gerade bei solchen eingepflanzten Wissenschips zu groß. Dr. Kawashima wäre entsetzt. Lernen muss man selbst mit Wiki-Chip immer noch, täglich. Wissen (vielleicht auch nur Wissen wo es steht) ersetzt nicht das Verstehen und Begreifen von Zusammenhängen und Vorgängen, das Umsetzen und Ersinnen von Ideen, den Transport von Informationen, Kommunikation…

Und wer garantiert mir eine fehlerfreie Benutzung? Und wer schützt mein Hirn vor Angriffen und Manipulation?

Analog dazu fällt mir ein kürzlicher Verweis auf akademie.de ein: Zwischen Navigations-Gerät und iPod liegt die Schnittstelle zum Nirwana….
Outsourcing des Gehirns. Maschinen übernehmen alle Denkleistungen. Wozu überhaupt noch denken, wenn es effiziente Tools (online oder offline) dafür gibt?

Erschreckend, wie wenig wir bereits jetzt noch Herr über unser Wissen sind. Gruselig.

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Ich bin der Anfang, das Ende. Ich bin die eine, die viele ist.

Ich bin nicht prüde. Nein. Denke ich. Aber was in der neuen Saturn-Kampagne über die Mattscheibe flimmert ist weiter von jeglichem Geschmack entfernt als der Saturn vom blauen Planeten.
Eine Cyborg-Wasweißich. So muss man sich wohl die Schaugrafiken der „besten Stücke“ im Metzgerunterricht vorstellen. Von Erotik keine Spur. Eine Borgdrohne. Assimilation. Kollektives Bewusstsein.

Oder liegt es daran, dass ich eine Frau bin? Gehöre ich nicht (mehr) zur Zielgruppe des Technikriesen? Kann mich nicht auch Technik begeistern? Ohne nackte Haut und Ständer? Aber ich schweife ab.

Bei all dem fällt der neue Spruch kaum auf. Aber auch er ist daneben: „Wir lieben Technik! Wir hassen teuer!“ Zu lang, nicht prägnant, nicht neu. Und schon wieder „wir“, kollektiv. Hive-Bewusstsein. Liegt wohl an den Nanosonden unter der Haut. Selbst der Borg-Kubus ist dabei. Widerstand ist zwecklos. Euer Leben, wie es gewesen ist, ist vorüber. Von nun an werdet ihr uns dienen…

kruxi
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Einmal Bildung, bitte. Komplett!

Und das alles natürlich zum Mitnehmen. Praktisch.

Das erwarten hier einige der Eltern vom Kindergarten. Nicht nur Betreuungsangebot soll er sein. Sondern eben auch Ort der Bildung. Ausgedrückt hat sich gestern eine Mutter so, als ihr Sohn beim Anziehen die Hose falschherum über die Beine streifte: „Nicht mal anziehen kannst du dich! Ich dachte, das lernt ihr hier im Kindergarten!“

Eigentlich wollte ich umdrehen und meine Meinung äußern…

Sicherlich lernen Kinder gerade im Kindergarten (und auch vorher in der Kinderkrippe) viele Dinge und meist auch schneller als zuhause, das aber vor allem dadurch, dass sie mit und von anderen Kinder lernen. Und jede Einrichtung will Kinder fördern und erziehen. Aber damit ist es noch längst nicht Aufgabe der Kindertagesstätte, die Bildung und Erziehung der Kinder allein in die Hand zu nehmen. Könnte sie auch gar nicht. Viel zu groß ist hier wieder die Gefahr, von den Eltern nachher zurechtgewiesen zu werden. Der Kindergarten ist nicht Ersatz, sondern Ergänzung und Unterstützung zur häuslichen Erziehung. Doch die gibt es nicht überall.

…, aber ein Einsehen wäre wohl nicht zu erwarten gewesen.

kruxi
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