27. Oktober 2007 um 11:15 kruxi
Eine interessante Umfrage, die Robert Basic da gestartet hat: the human Cyborg (Umfrage)
Umfrage
Also fragen wir doch mal. Nehmen wir an, es gäbe einen Chip, den man sich einpflanzen lassen könnte, mit dessen Hilfe man die gesamte Wikipedia in allen Sprachen per Hirnsteuerung nach Belieben abfragen könnte. Keine medizinischen Probleme. Keine Nebenwirkungen. [...] Haben wollen? Einpflanzen lassen? Kostenpunkt? Sagen wir 100 Euro. Inkl. lokalen, operativen Eingriff mittels einer Sonde. Eingriff dauert 3 Minuten. Also?
Interessant und gruselig zugleich. Wer möchte sich die Arbeit nicht erleichtern? Aber wozu soviel Informationen immer griffbereit gespeichert haben? Es sind schlicht zuviele Informationen. Unnütz im täglichen Leben. Und die Gefahr der Verdummung ist gerade bei solchen eingepflanzten Wissenschips zu groß. Dr. Kawashima wäre entsetzt. Lernen muss man selbst mit Wiki-Chip immer noch, täglich. Wissen (vielleicht auch nur Wissen wo es steht) ersetzt nicht das Verstehen und Begreifen von Zusammenhängen und Vorgängen, das Umsetzen und Ersinnen von Ideen, den Transport von Informationen, Kommunikation…
Und wer garantiert mir eine fehlerfreie Benutzung? Und wer schützt mein Hirn vor Angriffen und Manipulation?
Analog dazu fällt mir ein kürzlicher Verweis auf akademie.de ein: Zwischen Navigations-Gerät und iPod liegt die Schnittstelle zum Nirwana….
Outsourcing des Gehirns. Maschinen übernehmen alle Denkleistungen. Wozu überhaupt noch denken, wenn es effiziente Tools (online oder offline) dafür gibt?
Erschreckend, wie wenig wir bereits jetzt noch Herr über unser Wissen sind. Gruselig.
Gespeichert unter: Webfishing


4 Kommentare Selbst kommentieren
1. Hansi | 27. Oktober 2007 um 14:36
Wissen ist ja so ein Begriff: Zählen hierunter die Menge der Fakten eines Bereiches? Oder aller Bereiche? Und was ist mit Problemlösestrategien? Empathie? Emotionales Verhalten? So lange das nicht geklärt ist, kann man jede Diskussion darüber eigentlich vergessen. Denn was sollte es bringen? Ein digitales Nachschlagewerk ist nur dann sinnvoll, wenn es der Anwender anzuwenden weiß. Und überhaupt: Kann man das nicht irgendwie per Handy oder Armbanduhr machen?
2. kruxi | 27. Oktober 2007 um 15:12
Die Idee Armbanduhr ist super. Dran, ab, immer parat wann und wie man möchte.
3. Basic Thinking Blog | Ein&hellip | 28. Oktober 2007 um 13:50
[...] siehe auch Anselm.Peischl und Krootoo .5 [...]
4. Das Frage-Blog&hellip | 28. Oktober 2007 um 18:40
Fragen zu Cyborgs…
[Foto: mize2006]
Warum genau gruselt es manchen Menschen beim Gedanken, sich Sensoren, Speicher oder Computertechnik implantieren zu lassen?
Und was macht für andere die Faszination aus, sich zum Teil in eine Maschine zu verwandeln?
Was ist eigentlic…
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