Schöne neue Welt

Es ist Zeit für eine neue Kategorie, meine/unsere neue Wohnung

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Auf dem Nachhauseweg

Wie würden Sie Ihr Kind davon abhalten, diese tollen grauen, beinahe weißen Steine aufzuheben, die ab und an am Wegesrand in Gruppen eben genau auf dieses Aufheben warten?

Mein kurzer entsetzter Schrei, der sehr kehlig klang, half jedenfalls und ließ auch den älteren Herrn weiter vorn zusammenzucken.

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Liebe LVB

wie, bitteschön, soll man eine Fahrkarte erstehen, wenn

a) der Ticketautomat von Übermütigen zerstört wurde,
b) man keine Geldkarte besitzt, um direkt im Wagen zu kaufen (dann leider schon entwertet),
c) der „freundliche“ Straßenbahnfahrer mein klingelndes Kleingeld schulterzuckend ablehnt oder
d) alles zusammen?

Statt der Hinweise auf eher zentrumsnahe Service-Points auf der LVB-Website könnte man auch alle Ticketautomaten verzeichnen (leider hat nicht einmal die Servicehotline so etwas, wozu sind die denn sonst da?). Oder doch wenigstens ganz normale Einzelfahrkarten zum Selbstausdrucken im Onlineshop anbieten.

Eine Frage noch: Kann mein Kind auch mit einer Tageskarte für Erwachsene fahren? Das ist immerhin noch billiger als eine (Auto-)Fahrt zum nächsten Servicepoint.

Nachtrag: Nein, kann es nicht! Denn „Alle Tickets, die im Online-Shop gekauft werden, müssen personalisiert werden. Dazu werden Name und Vorname sowie das Geburtsdatum des Ticket-Nutzers benötigt. Tickets zum Ausdrucken können nur in Verbindung mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass genutzt werden. Dazu müssen die persönlichen Ticket-Daten mit den Angaben im Personalausweis bzw. Reisepass des Ticket-Nutzers übereinstimmen.“ sagen die Bedingungen des LVB-Shops.

Ach so: Danke, liebe LVB, für diesen tollen Service.

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Elektrisierend

Bei Briefen von den Stadtwerken stellen sich mir regelmäßig die Haare zu Berge. Selten habe ich so pünktliche Mahnungen gesehen. Schon einen Tag nach Ablauf der Zahlungsfrist trudeln sie in den Briefkasten.

Leider sehen es die Mitarbeiter bei der Zuordnung der Zahlungen nicht so genau. Also muss ich mich heute über meine eigene Schusseligkeit (Zahlendreher im Überweisungsformular) und deren Pingeligkeit aufregen.

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Spießig

Es gibt nichts schlimmeres (glaube ich) als morgens mit dem Auto einen Parkplatz vorm Haus zu suchen und dabei andere Verkehrsteilnehmer in ihrer Unfähigkeit zu beobachten. Die Wut in mir ist kurz vorm Überkochen…

Wenn dann aber der freundliche Müllfahrer (Wie heißt das mittlerweile politisch korrekt?) dankend die Hand hebt, weil man ihm Vorfahrt gewährt hat (Was hätte man auch sonst tun sollen, wenn sich alle anderen verbarrikadieren?), legt sich das ein wenig.

Leider kommt dann zu den üblichen 100 Stufen ein Fußmarsch durch den Regen, der jede Grundausbildung in den Schatten stellen könnte (wobei wohl jeder Gang weiter als 50 Meter dies tut).
Oben angekommen bin ich zu fertig, um mich noch aufzuregen – sonst hätte dieser Beitrag anders ausgesehen. So wirke ich wie eine verbohrte alte Spießerin. Schön. Jetzt warte ich am Fenster auf meinen frei werden Platz vor der Haustür.

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Ufos oder Lichtspielereien?

Vielleicht ist es ein „einfacher“ Laser, der kilometerweit eine grüne Linie über den Leipziger (Wölkchen-)Himmel zieht. Von Ost nach West.
Habe aber auf Fotos verzichtet, um mir Ärger mit den Scullys und Moulders aus Berlin zu ersparen. Wie sieht es aus mit dem Bevölkerungsschutz? Und falls jemand/etwas fragt: Ich habe nichts gesehen.

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Sollbruchstellen

Als „Kritt“ (die sächsische Form von Grit) die Tür von Martins Corsa (was für ein würdiges Auto für so einen stattlichen Kerl) mit Schwung öffnete, dachte sie wohl nicht an die hohen Bordsteine hier im Viertel – aber da war es schon zu spät. Und auch Mutti und Kritts kleines Schwesterchen waren schon ins Wägelchen geklettert. Also klemmte die Tür. Martin nannte Kritt einen blöde Kuh und lehnte sich mit Manneskraft gegen den kleinen Wagen mit Kritt darin – allerdings unter den strengen Augen von Mutti und Schwesterchen/Schwägerin. Laut schimpfend und mit rhythmischer Untermalung (die Melodie klang in etwa so „bum bum wäh wäh bum bum wäh wäh“) fuhren sie davon…

Irgendwie schön, zu sehen, wie andere Familienidylle erleben.

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Abgefahren

In der mir eigenen „Auf-Nummer-sichergehen-Manier“ sind wir heute den günstigsten Weg zum Krankenhaus abgefahren.

Merke: Männer müssen nicht immer bei jedem Straßennamen den entsprechenden Stadtteil und/oder nahe Sehenswürdigkeiten wissen.

Weiß aber jetzt, dass gleich nebenan „Soccerworld“ ist.
Mit dieser eingängigen Wegbeschreibung findet mein Exemplar den Weg sogar im Notfall.

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Fröhliche Nebenkostenrechnerei

Haben heute unsere Nebenkostenabrechnung für 2005 bekommen. Hatten erst gehofft, dass sie es dieses Jahr nicht mehr schaffen. Damit hätten wir uns aber nur selbst geschadet – denn erfreulicherweise bekommen wir ungefähr das zurück, was alle anderen in Haus wohl (rein rechnerisch) nachzahlen müssten.

Dabei decken sich die Verbrauchswerte mit denen der letzten Jahre, Umzug hin oder her. Scheinen doch irgendwie sparsam zu sein. Sollten wir den anderen wohl nicht unbedingt verraten.