Beiträge unter 'Writer’s Blog/ck'

Hoffnung

Ja, es gibt sie noch, die Hoffnung. Wobei ich weniger hoffe, eher weiß, was vielleicht mal wird und ganz bestimmt nicht wird. Und ich weiß auch, dass ich wohl zu den Kernbereichen I und II tendiere.

2 Kommentare 06. Februar 2006

Winterpracht

So langsam wollen Frühlingsgefühle aufkeimen und nach wärmenden Sonnenstrahlen suchen. Aber …
Am Wochenende schneit es hier und da langanhaltend, die Sonne zeigt sich, wenn überhaupt, nur um sich in eisigen Spiegeln zu betrachten und uns beim Autofahren zu blenden. Am Montag schneit es weiterhin und auch der Rest der Woche wird winterlich bleiben, bei schneidenden Temperaturen friert man sich die Finger oder auch gern mal die Nase ab. Offentliche Verkehrsmittel parken da doch lieber direkt in warmen Bäckereien und Autofahrer müssen alle halbe Stunde ihre Wagen von Schnee und Eis befreien.
Wie es nächste Woche aussieht? Fortdauer des winterlichen Wetters mit zeitweiligen Schneefällen. Und weiterhin für die Jahreszeit zu kalt. Schneefall, Schneefell, Schaffell hilft ein wenig gegen die kalten Glieder. Pendler frieren und warten in den Schleifen der Versicherungshotlines. Hausfrauen schimpfen über Split in den Fluren und Salzspuren auf den Hosenbeinen. Kinder freuen sich, allerdings nur solange nicht auf allen Wegen gestreut wurde. Die Verkehrsbetriebe legen ihren Dienst nieder oder warten wohlmöglich auf Frostschutzmittel.
Und ich betrachte die Eisblumen auf meinem Fenster. Schön. Mein Garten liegt unter 30 Zentimetern weißer Pracht, meine Wäsche steht im eisigen Wind. Die Füße in einer Schüssel heißen Wassers und die Nase rot vom vielen Glühwein. Ich gebe vor noch klamme Finger vom Eiskratzen heute morgen zu haben und lege sie vorsorglich auf die warme Heizung. Ein Blick nach draußen, mein Nachbar ist gerade auf dem Hintern gelandet. Warum räumen? In 30 Minuten müsste man es eh wiederholen. Ein heller Fleck hinter den Wolken. I want to go to Rio! Riu würde es auch tun, wo auch immer das liegt.

Obwohl, eigentlich ganz amüsant hier. Auf den Winter. Hicks.

Kommentieren 04. März 2005

Der Vogel

Seine goldenen Federn werfen das Licht nicht mehr zurück, das sich durch den Spalt der geschlossenen schweren Vorhänge in das dunkle Zimmer drängt. Ein Strahl, grell und schmerzend, trifft sein trübes Auge. Die Lider schließen sich, nur noch einen Spalt breit offen kämpfen sie gegen das gleißende Licht, nur ein Schein der Außenwelt dringt in seinen Körper.
Die Gitterstäbe, stumpf und eng beieinander, sind dicht vor seinen Augen, mehr sieht er nicht. Er kann nicht in das Dunkel des Raumes spähen, so blenden ihn die Strahlen. Er sieht nichts von der Pracht, den reich geschmückten Wänden, einst ein Ort voll Freude und Gesang.

Er erinnert sich nicht mehr an den Tag, als er aufhörte zu singen. Er erinnert sich nur noch an das Licht, das in seinem Auge schmerzt – und doch alles Leben ist, das er hat.

Kommentieren 13. Januar 2005

Aufschub

Gestern erfuhr ich erleichterten Herzens, dass ich meinen Gast noch etwas länger beherbergen kann/muss. Ob, das gut oder schlecht ist, wird sich herausstellen, auf jeden Fal werden wir uns diesen einen Monat eher aus dem Weg gehen.

Kommentieren 11. Dezember 2004

Unliebsame Gäste

Ich habe einen Gast in mein Haus gebeten, der zu lange geblieben ist und nun nicht gehen will. Mich bewegt einzig der Gedanke, ihn loszuwerden – koste es was es wolle.

Kommentieren 10. Dezember 2004

Writer’s Blog/ck

Keine Ahnung, wie ich darauf komme, wahrscheinlich liegt es an der kleinen Blockade, die mich zur Zeit befällt immer dann, wenn ich das Wort Haus-/Magisterarbeit höre. Ich bin also ständig auf der Suche nach neuen Ablenkungen, nur um mich nicht meiner Lektüre zu widmen, dabei bin ich vom Schreiben an sich noch Meilen entfernt. Doch selbst Notizen gehen mir nicht mehr einfach so von der Hand. Es ist, als ob sich Körper und Geist weigern, auch nur irgendetwas Sinnvolles zu vollbringen.
Ich gebe zu, meine Ablenkungen sind sicher nicht sinnlos, aber sie sollten eben nicht zu meiner Hauptbeschäftigung gehören. Ich nehme an, es sit Faulheit, die mich allerlei kleine Taten vollbringen lässt, aber eben nichts Großes. Dabei sollte es hier doch um berufliche Zukunft gehen und Sicherheit. Doch was nützt einem das alles, wenn man nach mehreren Jahren merkt, eben jene sind verschwendet wurden an etwas, das nicht im geringsten das Herz berührt. Vielleicht gehöre ich einer idealistischen Gruppe an, aber ich bin der Ansicht, Geruf hat immer auch mit Berufung zu tun – und dazu gehört eben Hingabe mit ganzem Herzen.

Vielleicht sollte ich auf diesem Wege versuchen, meiner Faulheit, oder wie auch immer man es nennen soll, auf die Schliche zu kommen, von nun an wird es die Kategorie “Writer’s Blog/ck” geben.

Kommentieren 22. November 2004


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