klöder adöms

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Schaaaaaaaaaaaaarf!

Mexikanische Tränen

Wie’s geht?
Etwa ein Kilo Habaneros kleinschnippeln, in 1 Flasche 50prozentigen Wodka stecken, das ganze 3 Tage stehen lassen, filtern, zurück in die Flasche, Etikett drucken und 5fach verdünnt genießen. Toastbrot bereithalten. Und bitte niemals jemandem unterjubeln sondern immer nachfragen – das Zeug ist zu scharf!
Die matschigen Überreste der Chilis kann man toll zum Würzen verwenden, aber bitte nicht mit Guacamole verwechseln.

Nebenwirkungen:
Atemnot, Husten, Übelkeit, puterrotes Gesicht, und Vorsicht, es brennt 2mal

Haltbarkeit:
Je nach Selbstmordgelüsten der Freiweilligen bis zu mehreren Monaten. Selbst die mutigsten Tester wollten selten ein zweites Glas (2cl).

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Auf den Spuren eines Vergessenen

Dezember 2002

Ebenfalls tiefe Traurigkeit befällt mich, wenn ich an die gestrige Wichtelfeier im Wohnheim denke, die ihren Namen unverdient trägt. Denn eine wirklich Feier war es wohl kaum.

Die Idee einer Feier, bei der man/frau einen (ehemaligen) Bewohner des WH beschenkt ist doch super und zum Jahresende sind sowieso alle etwas lockerer. Also fruchtbarer Boden für eine Feierlichkeit, bei der man benommen vom vielen Glühwein irrsinnige Aufgaben erfüllt, nur um ein Geschenk zu ergattern, dass außer der Belustigung der Zuschauenden bei der Aufreißzeremonie sonst keinen wirklichen Nutzen hat. Aber es soll ja auch niemand in den Bankrott treiben, deshalb dachten die Veranstalter an den kleinsten Euro-Schein bei den Ã?berlegungen zum Preis.

Vor einigen Jahren habe ich mal eine Packung Hundeleckerli bekommen, nur weil ich gesagt hatte, ich hätte einen Hund. Habe ich auch, besser gesagt meine Eltern. Aber dieser Hund ist so klein, dass ihn selbst Smartie-große Hundekuchen vor zahnbrecherische Hindernisse stellen. Naja, ich hab sie dann selbst probiert und mir fast den Kiefer verrenkt. Lustig wars trotzdem, vor allem für meine Tischnachbern. Und es war ein Geschenk mit persönlicher Note.

Der angesprochene Alkoholkonsum und das nahe Jahresende lassen auf gute Stimmung hoffen. Die meisten Referate und Prüfungen sind bis zum nächsten Jahr vorbei und alle freuen sich auf ein Feiern mit Familie, Geschenken und Entenbraten. Warum also nicht die verspannten, vom Hörsall geschädigten Muskel durch kleine Spielchen lockern? Sicher, es war nicht so vorgesehen, dass Addi vor 3 Jahren eine geschlagene halbe Stunde aus Faust rezitiert, aber die Spielchen, wenn teils etwas eindeutig, machten jedem Spaß.

Nachher, das heißt, nachdem man auf der Blockflöte des Zimmernachbarn ein Weihnachtslied zum Besten gegeben und sein Hundekuchen-Geschenk auspackt hat, widmet man sich wieder dem Glühwein und den selbstgebackenen Plätzchen – dessen Herstellung übrigens fast dazu geführt hatte, die Feuerwehr zu rufen. Gegen 2 Uhr morgens sind nur noch wenige im Fersehraum der 5. Etage, um vorzeitig Christi Geburt zu feiern, und tanzen. Aber von Glühwein, Plätzchen und Hundekuchen sind nur noch die Behältnisse vorhanden und der Rest der anfänglich 50 Anwesenden liegt narkotisiert in ihren Betten oder auf/unter den Tischen der restlichen Fernsehräume.

Dies ist natürlich nur eine Möglichkeit eine gemeinschaftliche Weihnachtsfeier zu begehen und kann kaum für alle Feiern dieser Art gelten, aber im Großen und Ganzen besteht eine solche aus folgenden Dingen:

  • Partygäste, die weder Geschenke noch Glühwein fürchten
  • eben genanntem Glühwein in Mengen, die eine Badewanne füllen könnten.
  • Geschenke, die billig aber originell sind – Marzipanbrote und Pralinenschachteln fallen damit weg, es sei denn Ihr beschenkt eure Oma
  • Aufgaben, die die Gäste erfüllen müssen, um ihre Geschenke zu bekommen – schließlich ist bis Fasching, wo man sich das nächste Mal gnadenlos die Kante gibt und bis auf die Knochen blamiert, noch lange hin
  • weihnachtliche oder zumindest leuchtende Ausschmückung des Raumes – ein Weihnachtsbaum ist also Pflicht
  • und zu guter Letzt ein freiwilliger „Paketüberbringer“, der sich in ein traditionell rotes Gewand hüllt, mit tiefer Stimme zu sagen: „Ho ho ho. Seid ihr auch immer artig gewesen?“

Ä?hnlich den deutschen Schülern in der PISA-Studie, schneidete das WH hier nur mangelhaft bis ungenügend ab: Gerade mal 2 von 6 Punkten wurden erreicht, wenn die Erfüllung jeder einzelnen Bedingung einen Punkt brächte.

Immerhin ist bis zum nächsten Weihnachtsfest noch genug Zeit zum Nachdenken.

Trotzdem wünsche ich euch allen frohe Feiertage und einen Guten Rutsch. Ups, der findet wohl oder übel auch im WH statt…

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Ein Hallo an die Gemeinschaft

Dezember 2002
Von Indy an die WH-Group geschickt, ich erlaube es mir einmal, es zu veröffentlichen

Eine tiefe Traurigkeit machte sich am vergangenen Nikolaus-Tag in meiner gepeinigten Seele breit: erstmals seit Jahrzehnten blieben meine blank geputzten Super-Sammler-Rießengroß-Nikolausspecial-Stiefelchen ohne Beachtung – nicht mal eine alte Walnuß hat der alte Sack reingelegt, um mir ne Freude zu machen. Als ich den Typen zufällig am gleichen Tage im Städtchen entdeckte und ihn freundlich auf diesen tragischen Vorgang anprach, hat er nur blöde aus seinem Gewande geschaut und irgendwas unverständliches in seinen weißen Bart gemurmelt – ich hätte mir diesen senilen
Mistkerl gleich dort vorknöpfen sollen… Der müßte doch wirklich am besten wissen,das ich immerfort artig und zuvorkommend war, wie dies halt so meine Art ist – DER SACK !

Ich finde dies geht eindeutig zu weit und ich fordere Euch hiermit alle auf, mit mir gegen diese unmenschliche Vorgehensweise, diese Tyrannei, diese Unverschämtheit und diese eindeutige Missachtung alter Traditionen energisch vorzugehen – die Bewohner unseres Planeten haben ein Anrecht auf Kleinigkeiten vom Nikolausi (ja ich bin sogar etwas versöhnlich gestimmt und hänge ein nettes feines „i“ an seinen Rufnamen – hoffe er bemerkt es auch). Laßt uns eine Aktionsgruppe zum Schutze der Nikolaus-Geschenke-Tradition
gründen – den leeren Stiefeln muß Einhalt geboten werden! Auf zu den „Waffe(l)n“! Nikolausenttäuschte dieser Welt vereinigt EUCH!!!

Ideen und Vorschläge für weitere Vorgehensweisen bei dieser
Aktion sowie Walnüsse sind an den unterzeichnenden Schreiberling zu übermitteln – Vielen Dank und schönen Tag noch.

Indy

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Die reine Idylle, unsere Klos

Der beste Artikel aus der ersten Ausgabe des klöder adöms, März 2002

immer wieder ein erlebnis besonderer art:
die sanitären einrichtungen unseres wohnheims. abgesehen von ihren qualitäten als zentrum der zwischenstudentischen kommunikation (unisex natürlich) bereichern sie unser leben immer wieder mit tollen erlebnissen. folgen wir also einem beliebigen studenten (oder einer studentin), sagen wir erstsemester, beim zuweilen unvermeidlichen gang zur toilette; natürlich ganz unauffällig, um das ergebnis der untersuchung nicht zu verfälschen.
zuerst einmal wird unser proband auf seinem weg sämtliche zu passierenden türen eingehend auf ihre stabilität hin überprüfen und in der regel wird es nichts zu beanstanden geben. in der toilette angekommen ergeben sich mehrere optionen:
1. der student hat, gemessen an seiner jugend, ein wenig zu tief ins glas geschaut und nun mit den konsequenzen zu kämpfen. man kann davon ausgehen, dass angesichts seiner verfassung in diesem fall keine weiteren erkenntnisse zu gewinnen sind. zumindest hat er es bis hierher geschafft. bleibt zu hoffen, dass morgen jemand die sauerei wegmacht.
2. der student hat ein natürliches bedürfnis das im direkten zusammenhang mit der nahrungsaufnahme steht. er ist im vollbesitz seiner sinne – ein entscheidendes kriterium zur durchführung des versuches.
3. der student möchte sich seiner essensreste entledigen. toiletten scheinen dazu recht gut geeignet, sie verfügen über ein besonders großes loch in richtung klärgrube. auch in diesem falle kann der student zumindest relativ klar denken. er ist jedoch nicht im begriff in direkten kontakt mit den installationen zu treten. dieser fall soll also nicht weiter verfolgt werden.

nehmen wir also an, unser opfer kommt mit absicht nummer 2 zum ort unserer untersuchung. schon beim öffnen der tür bemerkt er einen süßsäuerlichen geruch. da die türen aller kabinen geschlossen aber nicht verriegelt sind beginnt der student ganz links, das ist der kürzeste weg. nach einem augenblick, begleitet von einem urzeitlichen laut, tritt er zurück und schließt die tür. der proband von option 1 hatte aus dem gleichen motiv dieselbe kabine gewählt, jedoch ohne dass sich unsere hoffnung bezüglich der reinigung erfüllt hätte.
die zweite kabine wirkt gleich auf den ersten blick einladend. alles blinkt wie frisch geputzt. nachdem er die tür hinter sich geschlossen hat, beugt sich unser student nach vorn, um den deckel zu öffnen. ein fehler, wie sich sogleich herausstellt. die innenseite des beckens und ein bisschen von der brille sind mit sch? brauner gesäßpaste verziert – lecker! der student, ein eher reinlicher typ (wenn auch einiges gewöhnt) hat das dringende bedürfnis, sich die hände zu waschen. aber da ist noch die andere sache, die hat erst einmal vorrang.
in der nächsten box ist nicht nur der deckel sondern auch die brille hochgeklappt. das fehlen von urinalen veranlasst männliche bewohner immer wieder dazu, ihr kleines geschäft im stehen zu verrichten. die meisten schaffen es, vorher die brille hochzuklappen. unser student findet das o.k., er macht es selber auch nicht anders. aber er hat größeres vor und verspürt jetzt keine lust mehr irgendetwas anzufassen, sofern nicht unbedingt erforderlich. also probiert er zuerst die letzte verbleibende kabine.
wahnsinn! sauber, deckel oben, brille unten und klopapier ist auch in ausreichender menge vorhanden – danke, sonni! der glückliche wischt die klobrille mit papier ab, setzt sich hin und beginnt zu tun weshalb er gekommen, als eine zweite person in die toilette tritt und von links her beginnt die kabinen zu untersuchen: ?urlaut?
deckelklappern??hmmm!?? und dann geht die tür auf, hinter der unser geplagter student sitzt. hat er doch glatt vergessen den riegel rumzudrehen. und es ist ausgerechnet sie, die zwei zimmer weiter wohnt und seit einiger zeit seine träume versüßt? sowas von peinlich!

also geh am besten in der uni oder bei einem kommilitonen in der wg auf?s klo, das spart nerven und außerdem klappt?s mit der nachbarin.

Autor: Grobi

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Ode an die Scheiße

vom 18.11.2002
Man stelle sich einfach vor, Knorkator interpretieren „Flackerndes Feuer“ mit leicht abgeändertem Text

tödlich gase, balken die brechen
wartets nur ab, ich werde mich rächen
einst werdet auch ihr es verstehen
dass man in scheiße kann untergehen

setzt euch, setzt euch hin zum scheißen
ihr werdet es wohl nie begreifen
ein gar sauber klo
ist auch gut für den popo

doch ihr seid nur ignoranten
habt es gelernt von onkeln und tanten
andrer leute klo
scheißt man doch gerne mal zu

setzt euch, setzt euch hin zum scheißen
ihr werdet es wohl nie begreifen
ein gar sauber klo
ist auch gut für den popo

nimm papier zum arsch abputzen
und danach die bürst? benutzen
denn im becken das ist pflicht
und danach noch im gesicht

setzt euch, setzt euch hin zum scheißen
ihr werdet es wohl nie begreifen
hygiene ist was feines
ich mag es wenn es rein ist

benutzt die spülung, schaut nach der scheiße
wie sie verschwindet im becken ganz leise
und den deckel zu
das kommt leider noch dazu

setzt euch, setzt euch hin zum scheißen
ihr werdet es wohl nie begreifen
mach die türe zu
dann hab ich meine ruh

werdet ihr euch trotzdem nicht setzen
und weiterhin die regeln verletzen
komm ich über euch wie ein geölter blitz
lachet nur, das ist kein witz

setzt euch, setzt euch hin zum scheißen
ihr werdet euch noch mal drum reißen
wenn ihr weiterhin so scheißt
ärgert ihr so den klogeist
und zu meinem glück
scheißt er dann scharf zurück

Autor: pdt & km