Beiträge unter 'Rein subjektiv'

Neben 2 großen deutschen Anbietern nutzen wir auch fremdsprachige Seiten, vor allem englische. Die Sprachbarrieren waren nach kurzer Einführung recht schnell überwunden, das heißt nicht, dass unsere Tochter Englisch spricht, sondern dass sie das Prinzip der Seite schnell verstanden hat und viele Spiele und Aufgaben selbsterklärend sind und auch mit ein wenig „Forscherdrang“ und Neugier (Learning by Doing) kleinere Hürden überwunden werden konnten.
3. PBS Kids – www.pbskids.org

Überblick
PBS Kids ist wie bereits erwähnt eine englischsprachige Website und einer der vielen Dienste der amerikanischen PBS Gesellschaft (Public Broadcasting Service = Öffentlicher Rundfunkdienst, sicher vergleichbar mit der ARD), die 348 öffentliche Fernsehsender unter sich vereint und auf verschiedenen Webseiten Lerninhalte für Kinder, Eltern und Lehrer anbietet.
Die Website
Auf PBS Kids werden Spiele vieler bekannter TV-Serien für Kinder angeboten, unter anderem Spiele der Sesamstraße, von Barney oder den (oftmals kritisierten) Teletubbies.
Die Seite ist übersichtlich gehalten, navigiert wird mittels der kleinen Bilder rechts oder über die Titel der Trickfilme. Wer noch nicht lesen kann, versteht das trotzdem recht schnell, denn zu jedem Titel wird ein Bild an der Stelle des PBS-Kids-Logos eingeblendet. Außerdem kann man auf „MORE“ klicken und bekommt eine ebenfalls bebilderte Liste aller Trickfilmserien im Programm von PBS.
Die Links führen jeweils auf die eigenständigen Spielseiten der TV-Serien und sind jedesmal anders gestaltet, meistens aber für 800×600 Pixel Bildschirmauflösung und Flash angepasst. Dort werden die Spiele und Kategorien ebenfalls über Bilder ausgewählt. So gibt es sehr häufig die Kategorien „Charakter“, „Spiele“, „Geschichten“, „Lieder“ und „Downloads“ (Ausmalbilder, Bildschirmschoner, etc.). Diese Kategorien sind auf den meisten Sieten mit ähnlichen Grafiken verbunden: Ein Ball für Spiele, ein Buch für Geschichten, Noten für Musik, etc. Häufig werden die Kinder von den Stimmen der Charaktere begrüßt und in die Website eingeführt, natürlich auf Englisch.
Alle Seiten besitzen am oberen linken Rand das Logo von PBS Kids, das auf die Startseite verlinkt ist, so ist man schnell wieder am Ausgangspunkt.
Die Spiele
Beliebte und oft angebotene Spiele sind Lernspiele, angefangen beim simplen Farbenzuordnen und Puzzles bis hin zu Aufgaben zu Buchstaben oder Mengenlehre. Durch die große Anzahl an TV-Serien mit dazugehöriger Website ist es fast unmöglich, alle Inhalte zu kennen, aber meist entscheidet das Kind an Hand bekannter Figuren oder einfacher Bedienung. Beliebte Seiten bei uns sind Caillou, Clifford und Dragon Tales.
Auch Fremdprachen werden eingebunden, so wird das (im Normalfall amerikanische) Kind bei Dragon Tales spielerisch an Spanisch herangeführt. Viele Seiten bieten die Musik und Lieder der Trickserien an, die auch bei uns alle in voller Lautstärke gehört und mittlerweile mitgesungen werden.
Im Spiel wird das Kind meistens durch die Stimmen der Trickfilmfiguren angeleitet und gelobt oder bei falscher Antwort darauf hingewiesen. Der Ton in den Stimmen ist scheinbar aussagekräftig genug für das Kind, um zu wissen, ob die Antwort richtig oder falsch war. Viele Seiten besitzen kleine Häkchen oder Kreuze als Hinweise für richtige oder falsche Beantwortung.
Auch optisch bedienen sich die Spiele des gleichen Musters: Die Grafiken zu Bedienung der Spiele sind größtenteils gleich, Pfeile nach rechts für weiter, nach links für zurück und Kreuze für Schließen oder Beenden des Spiels. Ein Großteil der Spiele wird mit der Maus navigiert, zum Beispiel durch Anklicken oder Ziehen verschiedener Gegenstände, und ist mit 5-10 Minuten weder zu lang noch zu kurz. Außerdem wird jeweils nur eine Aufgabe gestellt, die dann allerdings schwieriger werdend wiederholt wird.
Als unübersichtlich habe ich die Seite der Sesamstraße empfunden, da man nicht über Kategorien wie „Spiele“ oder „Geschichten“ navigiert, sondern über die Charaktere, die wiederum verschiedene Spiele einzelner Kategorien anbieten.
Gebühr
Die Nutzung der Website ist kostenlos, auch Werbung für Shops oder Links auf andere Seiten sind mir noch nicht begegnet; unsere Tochter hat sich bisher noch nicht „verlaufen“ oder auf Elterninhalte geklickt (diese sind meist in neutralen Grau- oder Blautönen zu langweilig für Kinder).
Vorteile
Die Menge der kostenfreien Spiele ist überwältigend, jedes Kind wird hier einen seiner TV-Lieblinge wiederfinden und sich trotz der sprachlichen Barrieren gut zurechtfinden.
Die Gestaltung der Webseiten ist ebenfalls gut und einigermaßen einheitlich: Gleiche Bedienelemente zur Steuerung, der stets vorhandene Link zur Startseite und die Navigation über Grafiken und leicht verständliche Symbole.
Nachteile
Zum Einen könnte die Sprache als Hindernis gesehen werden, allerdings hat sich unser Kind nie beschwert, nichts zu verstehen, sondern nur interessiert gefragt und später auch mal beim Abendessen Wörter in den Raum geworfen, die im Gedächtnis geblieben sind. Die sprachliche Barriere sehe ich so nur als kleines Hindernis, das überwunden werden kann.
Die Auswahl der Spiele der einzelnen Trickfilmserien ist manchmal sehr umfangreich und vielleicht überwältigend. Möglicherweise gewöhnt sich das Kind (wie unsere Tochter) aber schnell daran und selektiert beim nächsten Besuch.
Fazit
Auch bei unserem eingeschränkten Fernsehkonsum haben sich Favoriten gebildet, die auch online gefunden werden wollen. Da das bestehende deutsche Angebot diese Trickfilme nicht oder nur teilweise beinhaltet, besuchen wir die Seite sehr gerne. Die Sprachbarriere ist für uns nicht vorhanden, Bilder und auch die im Unterbewusstsein erkannte Betonung der Sätze reichen, um sich zurechtzufinden und Bestätigung zu finden. Die Spiele sind angenehm kurz, sprechen bestimmte Lerninhalte an und sind meist schön gestaltet. Die ähnliche Bedienung der Spiele und Navigation innerhalb der Website helfen ebenfalls, sich nicht zu “verlaufen”.
Die anderen Teile dieser Serie:
1. TOGGOLINO Club
2. Magic Kinder
31. Januar 2006

Und heute der zweite Teil der kleinen Vergleichsreihe. Die Reihenfolge spiegelt übrigens keinerlei Wertung wieder, sondern ist eine Nennung , die lediglich zwischen deutschen und fremdsprachigen Seiten unterscheidet.
2. Magic Kinder – www.magic-kinder.com

Überblick
Magic Kinder ist das Portal von Kinder Überraschung, auf dem man mit den in jedem Überraschungsei enthaltenen Magic-Codes spielen bzw. sich generell über die aktuellen Inhalte der Ü-Eier informieren kann. Die Spiele sind eher unterhaltend als unterrichtend, es werden keine typischen Lernspiele angeboten. Allerdings werden bei vielen interaktiven Spielen zwei Altergruppen angeboten, 3 bis 6 Jahre und ab 6 Jahre; die Spiele sind also für die älteren Kinder schwieriger.
Die Website
Schon auf der Startseite wird man häufig mit Problemen konfrontiert: Zum Betreten der Seite muss man sein Land über ein Ei mit Flagge und danach den Internetzugang (Ladegeschwindigkeit) wählen. Der Unterschied zwischen Modem- und DSL-Version sind die Intros, die per Modem nur zusätzliche Ladezeit bedeuten würden.
Bei uns passierte es oft, dass wir in endlosen Schleifen auf die Deutschlandflagge klicken mussten, ehe wir die Seite betreten konnten. Woran das liegt, weiß ich nicht.
Des Weiteren kann man sich registrieren, um die gesammelten Magic-Codes zu speichern und zusätzlich Überraschungen zu erhalten; bei denen handelt es sich um die normalen Spiele, für die man lediglich keinen neuen Magic-Code braucht.
Die Webseite ist wie auch der TOGGOLINO Club mit Flash gestaltet (man benötigt mindestens Flash 7) und kann ab einer Bildschirmauflösung von 800×600 Pixel betrachtet werden. Die Seite ist vor allem in rot und weiß gestaltet und zeigt auf der Hauptseite in der Mitte das Überraschungsei, um das sich alle aktuellen Inhalte gruppieren. Links zu Informationen für die Eltern, Technikanforderungen und FAQ stehen am unteren Rand. Unterhalb des Hauptbereiches gibt ein bebilderte Links (ähnlich Werbebannern) zu ausgewählten Ü-Ei-Inhalten, die man so direkt auswählen kann.
Die Spiele
Man wählt ein Thema aus, zum Beispiel „Das Monsterhotel“, und auf der folgenden Seite kann man wiederum alle Charakter ansehen, sich kleine Geschichten um die Figuren erzählen lassen (nur in einer Textversion) oder die Spiele mit dem Magic-Code auswählen. Die angeklickten Figuren und Spiele öffnen sich in einer Art „Popup“ (immer im Flash, kein neues Browserfenster), das immer mit einem rot-weißen Kreuz am oberen rechten Rand zum Schließen versehen ist. Außerdem befindet sich auf jeder Seite eine Schaltfläche zum Aufrufen der Startseite. Anfänglich ist das sehr verwirrend, da man auf Grund der vielen Farben und Flash-Popups etwas den Überblick verliert.
Die Spiele an sich richten sich wie erwähnt an unterschiedliche Altersgruppen (3-6 und ab 6 J.), haben mich persönlich aber nie begeistert: Man muss kleine Aufgabe lösen (Labyrinthe, Wettrennen, etc.) und so den Charakteren in ihrer (oft sehr unrealistischen) Geschichte helfen. Die Bedienung erfolgt per Maus oder Tastatur, ist aber meist zu ungenau oder zu schwer für kleinere Kinder. Die Anleitung werden gesprochen und als Text präsentiert, die Stimmen sind häufig verzerrt (typische Cartoonfiguren) und die Dialoge haben selten Humor und Charme.
Viele Spiele und Überraschungen kann man sich mit den Codes herunterladen, doch wir hatten hier schon oft Probleme, da entweder die Links nicht funktionierten bzw. die Spiele zum Beispiel Dänisch waren oder eben nicht die versprochene Überraschung.
Gebühr
Man zahlt keine Gebühr für die Spiele, muss aber die Überraschungseier kaufen und das macht die kurzen Spiele (von maximal 20 Minuten) und Extras zu einer teuren Angelegenheit. Ich kann das Interesse anderer Kinder für die nicht-interaktiven Inhalte nicht einschätzen, aber da unsere Tochter noch nicht lesen kann, zählen für sie beinahe nur die Spiele mit den Magic-Codes.
Vorteile
Die Spiele sind unterhaltend und spiegeln eine Fantasiewelt wieder wie die Überraschungseier selbst.
Wenn man nicht möchte, dass das eigene Kind zu lange or dem Rechner sitzt, sind die Codes temporär eine gute Ausrede („Keine Codes, keine Spiele“), die aber auch zu vemehrtem „Eierkonsum“ führen kann. Kleine Abmachungen wie „Heute darfst du 1 Spiel spielen, wähle es gut aus“ helfen uns, den Überblick zu behalten und machen unsere Tochter stolz, die Codes selbst abtippen zu dürfen.
Nachteile
Vermisst habe ich vor allem klassische Spiele wie Memory und Puzzles. Die Geschichten und Figuren sind teilweise haarsträubend und unrealistisch (aktuelles Beispiel: Babyfeuerwehr in Baby-City). Oftmals versteht man als Erwachsener den Sinn des Spiels nicht, die Spiele sollen unterhalten nicht Wissen vermitteln.
Man kann über die Schlatfläche „Spiel mit dem Magc Code“ die Spiele direkt auswählen, weiß aber nicht welchen Inhalt man bekommt; so spielt man einige mehrfach oder klickt sie wieder weg. Ein teures Vergnügen, wenn man pro Ü-Ei mit 49 Cent rechnet.
Die Website ist zu unübersichtlich gestaltet, zu viele bunte Schaltflächen verwirren. Oftmals funktionierten Links nicht.
Fazit
Fans und Sammler von Überraschungseiern sind hier vielleicht gut aufgehoben, kleinere Kinder allerdings nicht. Oftmals mussten wir die Aufgaben lösen oder unsere Tochter war enttäuscht, dass Inhalte zwar angekündigt aber noch nicht verfügbar waren (typische Formulierung: Inhalt folgt in Kürze), obwohl schöne Bilder ihr Interesse geweckt hatten. Die Spiel sind für uns nicht „pädagogisch wertvoll“, da sie keinerlei Lerninhalte vermitteln, sondern nur unterhalten sollen. Das tun sie aber oft nicht, da wirre Geschichten den Sinn des Spiels nicht erkennen lassen und nicht einmal Stoff für eine Diskussion liefern.
1. Bericht: TOGGOLINO Club
30. Januar 2006

Heute ist mir wieder einmal aufgefallen, wie unzureichend die meisten Online-Spiel-Portale für Kinder konzipiert ist.
Unsere Kleine ist ein richtiger Computerfreak (sowiet man das mit 4 Jahren schon sein kann), aber ihr und uns werden beim Betrachten der Seiten immer wieder Steine in den Weg gelegt. Damit meine ich nicht Barrieren im herkömmlichen Sinne (Barrierefreiheit), sondern die schlechte optische Gestaltung oder der fehlende logische Aufbau der Seite. Ich habe mehrere Dokumente/Studien zu Thema Usability für Kinder (z.B. auf usability.ch) gelesen, und kann die meisten Ergebnisse durch unsere eigenen Erfahrungen bestätigen. Einfache Seiten, auf denen sich auch Erwachsene gut zurechtfinden, sind oft auch für Kinder geeignet. Doch dazu später mehr.
Zur Usability kommt noch ein weiterer Faktor hinzu: Geld. Oft muss man für das Spielportal einen monatlichen Beitrag zahlen oder Produkte mit Freischaltcodes kaufen.
Ich habe selbst eine kleine Auflistung der von uns am meisten genutzten Webseiten erstellt, in der ich versuche, die Vor- und Nachteile für Kinder und Eltern aufzuzeigen. Heute erscheint die erste Ausgabe, die anderen folgen in den nächsten Tagen.
Wir besuchen regelmäßig vor allem diese Seiten:
1. TOGGOLINO Club – www.toggolino.de

Überblick
Der Toggolino Club ist eine Portalseite von SuperRTL und richtet sich an Kinder von 3 bis 7 Jahre. Die angebotenen Spiele sind meist Lernspiele und decken viele Zeichentrickserien im TV-Programm ab, z.B. Bob der Baumeister oder Caillou.
Die Website
Die Website ist übersichtlich gestaltet und für eine Auflösung von 1024×768 Pixel optimiert, allerdings wird Macromedia Flash für die gesamte Website vorausgesetzt. Es existiert sowohl ein Kinder- als auch ein Elternbereich, in dem die man (sofern Mitglied im Club) den Lernstand des Sprösslings abfragen kann.
Die Website ist in 2 Teile aufgeteilt: Das Menü mit Bildern der Trickfilmstars und den Hauptteil, in dem die Spiele geladen werden. Keine Popups oder störende Werbung, auf die Kinder klicken und so den Weg zurück vielleicht nicht finden könnten.
Gebühr
Man kann ohne Anmeldung leider nur ein oder zwei Spiele pro TV-Serie ausprobieren; um alle (über 100) Spiele nutzen zu können, muss man sich für einen Probemonat (1,50€/Monat) anmelden. Man wird ohne Kündigung des Testmonats Mitglied für 12 weitere Monate, die jeweils 4,50€ kosten.
Vorteile
Die Spiele sind dem Alter der Zielgruppe entsprechend aufgebaut, ca. 5-10 Minuten lang und meist in den Grundfarben gestaltet. Meist wird die Spielanleitung von einem Charakter gesprochen und zusätzlich als Text dargestellt. Die Lernbereiche erstrecken sich von Farben und Formen erkennen über Zahlen und Buchstaben kennenlernen bis hin zu biologischen und sozialen Bereichen. So kann das spielende Kind etwas über Tiere, den Umgang mit Mitmenschen oder das Alphabet lernen. Wie ich finde, eine ausgewogene Mischung, die bei uns oftmals zu weiteren Fragen seitens unseres Kindes führte. Die angebotenen Informationen wurden regelrecht aufgesaugt und nachher von uns diskutiert.
In regelmäßigen Abständen werden neue Spiele eingebunden, andere aber auch ersetzt.
Vorteilhaft ist im Zusammenhang mit der Gestaltung die einheitliche Navigation auf der Seite und in den Spielen, gleiche Symbole und gleiches optischer Aufbau der Spiele lassen das Kind zum routinierten “Klicker” werden, da es Aufgaben und Bedienung schnell versteht. Des Weiteren hatten wir nie Ladeprobleme oder einen nicht funktionierenden Link.
Nachteile
Sollte man sich entscheiden, 12 Monate einen festen Beitrag zu zahlen, hat das Kind den Großteil der Spiele sicher schon nach kurzer Zeit durchgespielt. Eine kürzere Laufzeit der Mitgliedschaft wäre sicher kundenfreundlicher.
Fazit
Trotz des Mitgliedsbeitrages halte ich die Website aus meiner Erfahrung für eine gute Variante, Kinder spielerisch an das Thema Computer und Internet heranzuführen und auch ein wenig auf die Schule vorzubereiten.
2. Bericht: Magic Kinder
29. Januar 2006
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